Grillen – gesund und lecker

Familie beim Grillen: Bei frischen, selbst gemachten Zutaten können auch Patienten mit exokriner Pankreasinsuffizienz zugreifen.

Sommerzeit ist Grillzeit! Das Tolle daran: Jeder kann das auf den Grill legen, was ihm schmeckt und gut bekommt. Auch, wer unter einer exokrinen Pankreasinsuffizienz leidet, kann mit unseren Tipps nach Herzenslust die Grillsaison mit Familie und Freunden genießen.

Besser frisch als fett

Das Hauptproblem bei vielen Grillgenüssen sind die “versteckten Fette”: In fertigen Salatdressings, Dips, Marinaden und Grillsoßen stecken meist viele davon und auch eher minderwertige Varianten. Greifen Sie deshalb – nicht nur, aber auch beim Grillen – lieber zu frischen, möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln. So haben Sie die Wahl, welche Fette in welcher Menge Sie benutzen und können auf gesunde und bekömmliche Fette setzen.

Fleisch, Fisch & Co.

Magere Steaks, wie Filet von Rind oder Schwein, Geflügel ohne Haut, aber auch Wild, Kaninchen, Lamm oder Ziege eignen sich bestens zum Grillen. Statt fettiger Fertigmarinade geben Sie lieber frische Kräuter wie Rosmarin oder Thymian einfach mit auf den Grill. Das duftet unwiderstehlich und gibt einen feinen Geschmack ans Fleisch ab.

Auch Fisch, wie fettarme Forellen und Doraden, oder der an gesunden Fetten reiche Lachs, macht sich auf jedem Grill gut: Einfach ein paar Kräuter und Zitronenscheiben dazugeben bzw. ganze Fische damit füllen und in einer Fischzange auf den Rost legen. Ebenfalls fettarm und gesund sind Meeresfrüchte wie Scampi oder Pulpo. Das schmeckt sofort nach Urlaub am Mittelmeer!

Der Klassiker auf dem Grillrost ist natürlich die Bratwurst. Sie strotz allerdings auch vor Fett: Die feine Variante enthält etwa bis zu 30 Prozent Fett, grobe hingegen nur knapp 20 Prozent. Fettärmere Alternativen sind Geflügelvarianten oder Rindsbratwurst. Unbedingt meiden sollten Sie einen alten Klassiker: die Krakauer. Auch Bockwürste, Wiener oder Fleischwurst eignen sich nicht zum Grillen. Denn alles Gepökelte kann unter starker Hitzeeinwirkung die gefährlichen Nitrosamine bilden, die in Verdacht stehen, Krebs zu erregen.

Je bunter, desto besser

Vor allem darf frisches Gemüse nicht fehlen. Je nachdem, was Sie vertragen und mögen, können Sie aus dem Vollen schöpfen: Auberginen, Artischocken, Blumenkohl, Brokkoli, Champignons, Fenchel, Möhren, Kohlrabi, Rote Bete, Romanesco, Schwarzwurzeln, Sellerie, Tomaten oder Zucchini. Sie können eine bunte Gemüsemischung einfach mit Pfeffer und Salz und etwas Wasser in ein Pfännchen geben und auf dem Grill mitgaren lassen.

Greifen Sie statt zu fettem Nudel- oder Kartoffelsalat mit Mayonnaise – die birgt bei Hitze auch Salmonellengefahr – bei Salaten lieber zu frischen Zutaten, die Sie gut vertragen. Am besten machen Sie diese erst bei Tisch mit Pfeffer und Salz, Essig und esslöffelweise kaltgepressten Nussölen oder selbst gemachten Würzölen (siehe unten) an. Diese können Sie auch zum Verfeinern von Grillgemüse oder Fleisch nutzen.

Als Sättigungsbeilage ist die Grillkartoffel ideal, klassisch mit etwas Kräuterquark – dazu einfach Magerquark mit vielen frischen Kräutern und Gewürzen wie Petersilie, Majoran, Basilikum, Pfefferminze und Co. verfeinern und je nach Geschmack mit Anis, Kümmel, Koriander oder ein bisschen Curry abschmecken. Auch eine Creme aus Avocado oder Oliven ist eine gesunde und leckere Alternative zu Fertigdips zum Grillen.

Fettgehalt und Lipase-Einheiten verschiedener Spezialitäten zum Grillen
Umrechnungsfaktor: 1 g Fett = 2.000 Ph.Eur.-Einheiten Lipase

Unser Tipp zum Grillen: Selbst gemachtes Würzöl

Sie brauchen jeweils eine saubere 0,5-Liter-Flasche mit Korken, Schraub- oder Bügelverschluss, ca. 0,5 Liter hochwertiges, frisches, kaltgepresstes Öl, die weiteren Zutaten und etwa 10 Minuten Zeit. Dann noch etwa zwei Wochen Geduld, bis die Aromen ins Öl gezogen sind. Ihr gesundes Würzöl hält sich an einem dunklen, kühlen Ort etwa ein halbes Jahr.

Kräuter-Öl: Sie brauchen 0,5 l Olivenöl (kaltgepresst), 6-7 Stängel frische Kräuter, beispielsweise Basilikum, Thymian, Rosmarin, Oregano, Majoran – einzeln oder auch eine Mischung aus allem. Die Kräuter waschen, gut trocken tupfen und in die Flasche geben. Mit dem Öl aufgießen, die Flasche verschließen und an einem dunklen, kühlen Ort ca. 10-14 Tage ziehen lassen. Die mediterrane Kräuternote passt bestens zu Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten, Salaten und Gemüse.

Zitronen-Öl: Sie brauchen 0,5 l Oliven- oder Rapsöl, die Schale von zwei unbehandelten Zitronen (Bio). Die Zitronen gut unter heißem Wasser waschen, abtrocknen und mit einem Messer großzügig die Schale abschneiden. Dann die Schalen (kein Fruchtfleisch) in die Flasche geben, mit dem Öl aufgießen, verschließen und wie oben beschrieben ziehen lassen. Diese frisch-herbe Variante passt zu Salaten, Gemüse, Geflügel und Fisch, aber auch zu Süßem.

Das Team von Pankreatan® wünscht Ihnen viel Freude am Grill!

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